Noch immer arbeite ich am liebsten in den tiefen Stunden der Nacht, wenn draußen alles dunkel und ruhig ist und die Welt schläft. Dann höre ich in mich hinein, nichts lenkt mich ab, ich höre auf die Worte und schreibe sie nieder.
Nie setzte ich mich unter Druck, in manchen Jahren erschuf ich viel, in anderen wenig. Es ging mir stets darum, daß wenn Gott mir die Gabe gegeben hatte, Geschichten schreiben zu können, ich diese auch nutzen mußte.
Lange Zeit habe ich überlegt, dies professionell zu machen. Doch wenn ich mir anschaue, was aus Geschichten nach dem Lektorat am Ende übrig bleibt, und alles nur, damit man sie verkaufen kann... Es ist schade, daß nur ganz wenige Autoren so schreiben können, wie sie möchten. Und ich will mich nicht verstellen. Vielleicht sind meine Geschichten deshalb schwer verständlich, vielleicht sind sie einem großen Publikum nicht zugänglich, wer weiß das schon. Wenn ich nach Jahren die Geschichten wieder durchsehe, dann wird mir einmal mehr bewußt, wie wichtig es ist, sie laut und mit viel Ruhe zu lesen. Vielleicht sind sie deshalb nichts für diese schnellebige Zeit, vielleicht sind sie aber auch ein Gegenpol, der gebraucht wird. Das mag jeder für sich selbst entscheiden...
Trotz allem war ich stets um Resonanz bemüht. Ab einem bestimmten Punkt wollte ich wissen, was andere davon dachten. Aber den Aufwand einer vielleicht erfolglosen Veröffentlichung wollte ich nicht betreiben. Und so wählte ich diesen Weg, und öffnete die Villa Straylight für jeden, der eintreten möchte.
Case, 1999 - 2011.